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Stil der schönen Literatur (der belletristische Stil)





In den Arbeiten der meisten deutschen Stilforscher kann man oft finden, daß die ersten drei Stile (Presse und Publizistik, offizieller Verkehr und Wissenschaft) unter einem Begriff und Terminus vereinigt werden – die S a c h p r o s a. Ihnen wird der Stil der schönen Literatur als K u n s t-p r o s a gegenübergestellt.

Die genannten fünf Stiltypen sind in der deutschen Stilistik anerkannt, aber manche Fragen bleiben dabei strittig und rufen von Zeit zu Zeit Diskussionen hervor. Strittig ist für einige Stilforscher eine Frage betreffend felenStil der Presse und Publizistik:) sie bezweifeln die Einheitlichkeit dieses Stils und meinen, daß hier zwei selbständige Stiltypen ungerecht vereinigt werden – der eigentliche Pressestil (Zeitungsstil) und der publizistische Stil. Die Meinungen gehen noch weiter auseinander, wie es aus dem ,,Kleinen Wörterbuch der Stilkunde“ ersichtlich ist: „ ...innerhalb des Pressejournalismus, der dem publizistischen Sprachstil zugeordnet wird, hat die satirische Glosse eine andere Funktion als die Nachricht, diese eine andere als der Leitartikel und dieser eine andere als die Reportage“ [42, S. 22—23]. Doch ist das schon eine andere Frage, nämlich die Unterscheidung nach Gattungen und Genres (nach den Darstellungsarten) innerhalb ein-und desselben Stils. Der Stil als Ganzes kann trotzdem einheitlich bleiben.

Noch strittiger ist die Betrachtung .der Alltagsrede, (der Umgangssprache) als eines Funktionalstils: es gibt Stilforscher, die die Existenz eines solchen Stils stark bezweifeln. Doch verstehen die meisten sowjetischen und deutschen Stilisten darunter die Verwirklichung alltäglicher Sprachkontakte unter den Menschen (deshalb nennt man ihn noch Konversationsstil), die ihren bestimmten Organisationsregeln untergeordnet ist. E. Riesel hat in diesem Zusammenhang eine spezielle Monographie [52] herausgegeben, in welcher sie versucht, auf alle strittigen Fragen gründlich einzugehen und so den Stiltyp, seine Existenz zu begründen.



Sehr problematisch ist in der heutigen Stilistik auch der Funktionalstilder schönen Literatur. Die Frage wird manchmal sogar so gestellt: gibt es einen Funktionalstil der schönen Literatur? Anlaß zu Meinungsverschiedenheiten und Zweifeln geben folgende charakteristische Besonderheiten dieses Stils:

1. Seine Thematik ist nicht einheitlich, sie ist sehr mannigfaltig. Die schöne Literatur erstreckt sich auf alle Gebiete des menschlichen Lebens, ist also nicht nur mit einem bestimmten kommunikationsbereich verbunden, sondern mit allen.

2. Die Ausdrucksmittel dieses Stils sind auch sehr mannigfaltig, ihre Auswahl und Verwendung müssen nach der Meinung einiger Stilforscher vorwiegend als Geschmackssache des Verfassers beurteilt werden.

3. In der schönen Literatur findet man infolge der beiden genannten Faktoren Merkmale und Elemente aller anderen Funktionalstile.

4. Die schöne Literatur erfüllt eine ganz spezifische Aufgabe, die nur ihr eigen ist – die sogenannte ästhetische Funktion. Aus diesem Grund müßte man sie (nach bestimmter Auffassung) zum Bereich der Künste und nicht zum System der Funktionalstile rechnen.

Es ist in der Tat so, daß der Stil der schönen Literatur eine besondere Erscheinung darstellt. Aber trotz der Mannigfaltigkeit des thematischen Stoffs bestehen im Rahmen dieses Stils innere Gesetzmäßigkeiten, nach welchen der Stoff verarbeitet wird. Auch die Verwendung sprachlicher Ausdrucksmittel wird hier trotz ihrer Mannigfaltigkeit durch bestimmte Faktoren geregelt, sie ist keine bloße Willkür des Verfassers und darf nicht ausschließlich auf seinen Geschmack zurückgeführt werden. Richtig ist weiter die Behauptung, daß eine enge Verbindung von kommunikativer und ästhetischer Funktionen für den Funktionalistil der schönen Literatur typisch ist. Aber auch für die anderen Funktionalstile kann man ihre spezifischen Funktionen feststellen, die sich mit der kommunikativen Funktion sehr eng verbinden, was unten gerade versucht werden soll.

Die Frage nach den sprachlichen Funktionenin ihrer Beziehung zu den einzelnen Funktionalstilen ist in der Stilistik noch nicht allgemein ausgearbeitet. Es werden nur verschiedene individuelle Lösungen dieser Frage vorgeschlagen. Im Buch von I. Arnold finden wir z.B. eine Stelle, an der folgender Gedanke als Grundsatz formuliert ist: Die Spezifik jedes Stils ist durch die Besonderheiten der sprachlichen Funktionen in jedem Kommunikationsbereich bedingt. Jeder Funktionalstil hat eine andere Zusammenwirkung von Funktionen [2, S. 55]. Von allen Funktionen der Sprache ist nur eine bei jedem Gebrauch unbestreitbar – ihre kommunikative Funktion, die als Mitteilung und Austausch von Gedanken verwirklicht wird. Sie ist die Hauptfunktion in allen Funktionalstilen. Neben ihr existieren noch andere Funktionen, und jeder Stil ist durch seine spezifische Verbindung der Hauptfunktion mit diesen anderen Funktionen gekennzeichnet, er besitzt also sein spezifisches Bündel von Funktionen [2, S. 55].



Zur Veranschaulichung dieser Verhältnisse und Beziehungen wird im Anschluß das allgemeine Schema der Verteilung sprachlicher Funktionen nach den einzelnen Funktionalstilen angeführt. Ähnliches gibt I. Arnold in ihrem Buch [2, S. 55].


 

Funktionalstil Funktionen der Sprache
die kommunikative die voluntative die emotive die kontaktive die ästhetische
der Alltagsrede + + + +
der schönen Literatur + + +
der Presse und Publizistik + + (+)
des öffentlichen Verkehrs + +
der Wissenschaft +

Auf dem Schema sind zwei Funktionalstile deutlich einander gegenübergestellt: der Funktionalstil der Alltagsrede und der Funktionalstil der Wissenschaft. Der erste ist durch die höchste Anzahl der Funktionen charakterisiert, während dem zweiten nur eine Funktion eigen ist, die in diesem Stil als intellektuell-informierende verwirklicht wird.








Date: 2015-09-26; view: 3979; Нарушение авторских прав



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