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Der Funktionalstil und die funktional begründete Stilklassifikation



Die Bestimmung des Begriffes „Fanktionalstil". – Das System der Funktionalstile des Deutschen. – Strittige Fragen der Stilklassifikation.Sprachliche Funktionen und einzelne Funktionalstile.

Der funktionale Stil bildet den Grundbegriff der modernen Stilistik, um so mehr der Funktionalstilistik. Deine Definition ist eine sehr komplizierte Frage. Der Terminus kommt, wie bekannt, vom lateinischen stilus in seiner ursprünglichen Bedeutung „Schreibgriffel“ – „das, womit man schreibt“. Dann erweitert sich diese Bedeutung zu „Art und Weise des Schreibers“, und noch später zu „Art und Weise der Darstellung überhaupt“. Wie M. Brandes und M. Pironkowa schreiben, wurde das Wort Ende des 18 Jahrhunderts „von der Kunstgeschichte beschlagnahmt; Stil bedeutete fortan nicht nur die Schreib-, sondern auch die Bauweise... Das 19. Jahrhundert hatte es nicht schwer, den Begriff noch mehr auszuweiten: auf Möbel, auf Bilder, auf Kleider...“ [30, S. 36]. In der Sprachwissenschaft ist die allgemeine Bedeutung dieses Terminus – „Art und Weise der sprachlichen Darstellung“.

Aber wenn man vom Funktionalstil als Grundbegriff der stilistischen Forschungen spricht, genügt eine solche allgemeine Bestimmung nicht. Ein Grundbegriff bedarf der Präzisierung. Die vorhandenen Definitionen des Funktionalstils streben gerade nach seiner Präzisierung. Man braucht nur einige von ihnen anzuführen. Die Definition von I. Arnold lautet: Funktionalstile sind Subsysteme der Sprache, wobei jedes von ihnen über seine eigenen spezifischen Besonderheiten in der Lexik, Phraseologie, Syntax u.a. verfügt. Die Herausbildung der Funktionalstile ist durch die Spezifik des Sprachverkehrs in verschiedenen Sphären der menschlichen Tätigkeit bedingt [2, S. 54]. W. Fleischer und G. Michel behaupten: „Stil ist die auf charakteristische Weise strukturierte Gesamtheit der in einem Text gegebenen sprachlichen Erscheinungen, die als Ausdrucksvarianten... zur Realisierung einer kommunikativen Funktion in einem bestimmten Tätigkeitsbereich ausgewählt worden sind“ [37, S. 41]. E. Riesel und E. Schendels meinen, daß der Stil eine Gesamtheit sprachlicher Mittel darstellt, die auf Grund bestimmter Normen in einem bestimmten Kommunikationsbereich realisiert ist [54, S. 16].



Wenn man sich dem „Kleinen Wörterbuch der Stilkunde“ von S. Krahl und J. Kurz zuwendet, so findet man, daß der Funktionalstil einfach als Bereichsstil bestimmt wird. In dieser äußerst lakonischen Bestimmung liegt der eigentliche Kern der Frage: die Norm des Kommunikationsbereichs ist maßgebend, und der einzelne Autor muß sich ihr, unabhängig von seinem eigenen Stil und der konkreten Aussageabsicht, völlig unterordnen. Als stilprägende Kommunikationsbereiche werden hauptsächlich drei anerkannt, nämlich Alltagsverkehr, Sachprosa, Belletristik (künstlerische Prosa), denen zwei Kommunikationsarten entsprechen: die mündliche (Alltagsverkehr) und die schriftliche (Sachprosa, Kunstprosa). Die Sachprosa ist dabei vielumfassend, sie kann in engere Bereiche (amtlicher Verkehr, wissenschaftliche Kommunikation u. a.) gegliedert werden. Vom Standpunkt der nach gesellschaftlichen Bereichen gegliederten Kommunikation aus ist ein Funktionalstil die Gesamtheit der für bestimmten Bereich charakteristischen Stilzüge bzw. Stilprinzipien [42, S. 22]. In allen diesen Definitionen sind folgende allgemeine Momente zu erkennen:

1. Der Funktionalstil ist keine zufällige Sammlung oder Anhäufung von sprachlichen Mitteln, sondern ein organisiertes System.

2. Er beruht auf der Einheit seines typisierten Inhalts und der ihm zukommenden Ausdrucksform.

3. Der Inhalt hängt irn allgemeinen vom betreffenden Kommunikationsbereich ab; die Ausdrucksform entsteht auf Grund der zweckentsprechenden, auf den Inhalt orientierten Auswahl und Organisierung sprachlicher Mittel.

4. Das Grundprinzip der Verwendung verschiedenersprachlicher Mittel im Rahmen des Funktionalstils ist ihre funktionale Angemessenheit. Und der ganze Funktionalstil bedeutet in diesem Sinne die Verwendungsweise der Sprache, die dem entsprechenden Kommunikationsbereich angemessen ist.

Aber auch Unterschiede liegen vor: während die sowjetischen Stilforscher (I. Arnold, E. Riesel, E. Schendels) im Funktionalstil ein Subsystem der Sprache sehen, betrachten W. Fleischer und G. Michel ihn als strukturierte Gesamtheit im Rahmen des Textes. Doch übereinstimmend meinen alle, daß die Auswahl der Varianten für die Strukturierung der Gesamtheit von der Realisierung der kommunikativen Funktion in einem bestimmten gesellschaftlichen Bereich abhängig ist. Der Text erscheint also jedesmal als Repräsentierung eines bestimmten Funktionalstils oder als Widerspiegelung der Gesetzmäßigkeiten des sprachlichen Gebrauchs im entsprechenden Bereich der gesellschaftlichen Kommunikation.



All dies berücksichtigend, kann man folgende allgemeine Definition des Grundbegriffs vorschlagen: der Funktionalstilist eine Abart der Nationalsprache, die in einem bestimmten Kommunikationsbereich zum Zweck der angemessenen Realisierung seines typisierten Inhalts verwendet wird und durch die für ihn charakteristische Gesamtheit von lexikalischen, syntaktischen, morphologischen u. a. Zügen und Elementen gekennzeichnet ist. Die Züge und Elemente selbst können auch in einem anderen Funktionalstil wiederholt erscheinen, aber ihre bestimmte Kombinierung, zahlenmäßige Vertretung (Häufigkeit), anders gesagt die Art (der Typ) ihrer Organisierung bildet gerade die Spezifik (die Eigenart) nur dieses Funktionalstils [13, S. 9].

Das zentrale Problem der Stilistik ist die Stilklassifikationoder Stiltypologie –die Aussonderung und Begründung der wichtigsten Stiltypen. Der Lösung dieses Problems sind zahlreiche Untersuchungen gewidmet. Wie bekannt, beruht jede Klassifikation auf einer Verallgemeinerung, es können bei ihr nur allgemeine und wesentliche Merkmale in Betracht gezogen werden. Da die Merkmale der Sprachverwendung zahlreich sind und ihren verschiedenen Seiten angehören, sind im Prinzip verschiedenartige Stilklassifikationen möglich, abhängig davon, welche Seite oder welches Kriterium der Einteilung zugrunde gelegt wird.

Für die Ausgliederung der Funktionalstile gilt als Ausgangspunkt das Kriterium ihrer sozialen oder gesellschaftlichen Funktion, ihrer kommunikativen Aufgabe. Der Stiltyp ist dadurch bestimmt, in welchem Bereich der gesellschaftlichen Kommunikation die Sprache ihre Funktion als Verständigungsmittel erfüllt. Es handelt sich also um die funktional begründete Stilklassifikation. In bezug auf die deutsche Gegenwartssprache unterscheiden die Stilforscher folgende Funktionalstile:

Stil des öffentlichen Verkehrs (der sachlich-offizielle Stil)

Stil der Wissenschaft (der wissenschaftliche Stil)

Stil der Presse und Publizistik (der Pressestil, der Zeitungsstil)

Stil der Alltagsrede (der Alltagsstil, auch der Konversationsstil)








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